Modell-Referenz

EOS FORMIGA P 110 CMF — Technische Daten

Die FORMIGA P 110 CMF überträgt das SLS-Verfahren auf Metall: Gedruckt wird bei niedriger Temperatur von etwa 30 bis 50 °C ein Pulver aus Metall und Kunststoffbinder (Cold Metal Fusion). Die so entstandenen Grünteile – etwa aus Ti-6Al-4V – werden anschließend entbindert und gesintert und erreichen dann pulvermetallurgische Qualität. Vorteile sind Fertigung ohne Stützstrukturen, kein Inertgas im Drucker und eine nahezu vollständige Wiederverwendung des Pulvers. Für das Verfahren hat EOS die FORMIGA mit titantauglichen Behältern, pneumatischer Pulverzufuhr und eigener Prozessüberwachung ausgerüstet.

Wer eine gebrauchte CMF-Anlage erwägt, sollte die nötige Nachbearbeitung (Entbinderung, Sinterofen) und den Zugang zu Feedstock einplanen.

Technische Spezifikationen

Ausstattungtitantaugliche Materialbehälter, pneumatisch unterstützte Pulverzufuhr, CMF-spezifische Prozessüberwachung
Leistungsaufnahmemax. 5,0 kW / typisch 3,0 kW
MaterialienCMF-Feedstock (Metall-Polymer), z. B. für Ti-6Al-4V-Grünteile; Fertigstellung durch Entbindern und Sintern
Prozesstemperaturca. 30–50 °C (laut EOS)
Bauraum in mm (x/y/z)200 × 250 × 330 mm
LasertypCO₂, 1 × 30 W
Scangeschwindigkeitbis 5,0 m/s
Stromversorgung1 × 16 A

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